
Das Leben ist manchmal schön verrückt. Wir glauben, zu tun, was uns gefällt. Wir fühlen uns frei – frei zu handeln, unser Leben zu bestimmen, unser Glück zu finden. Deshalb versuchen wir, unser Leben so zu steuern, dass wir all das erreichen. Doch wie frei sind wir wirklich? Können wir überhaupt frei sein?
Die jüngsten Ereignisse – Plandemie, Krieg in der Ukraine, sinnlose militärische Aufrüstung der EU, Deutschlands kultureller, moralischer, wirtschaftlicher und politischer Zerfall – haben uns gezeigt, dass wir nicht so frei sind, wie wir es uns vorgestellt haben. Denn wir unterliegen zahlreichen Einschränkungen, Gesetzen, Abhängigkeiten und sichtbaren wie unsichtbaren Zwängen. Letztere entstehen nicht nur aus uns selbst heraus, sondern werden uns auch von außen auferlegt – durch Erziehung, elterliche Steuerung, gesellschaftliche Erwartungen. Sie diktieren uns, was wir sein müssen, welchen Beruf wir ergreifen, welchen Partner wir wählen und wie unser gesamtes Leben aussehen sollte.
Unsere Eltern haben uns mit ihren kulturell verinnerlichten Vorstellungen und Wünschen geprägt. Alles andere wäre aus ihrer Sicht nicht akzeptabel. Andernfalls, so fürchten sie, wären wir erfolglos, unglücklich und möglicherweise nicht in ihre Gemeinschaft – ja, nicht einmal in ihre eigene Familie – integrierbar. Wir müssen so sein, wie sie uns sehen wollen, sonst wären nicht nur wir, sondern auch sie unglücklich und ausgeschlossen.
Doch was dabei übersehen wird: Glück und Erfolg sind subjektiv. Wir müssen nicht zwingend nach denselben Maßstäben glücklich und erfolgreich sein wie unsere Eltern. Denn letztlich müssen WIR unser eigenes Leben leben – nicht ihres.
Diese existenzielle Unsicherheit ist der Wirtschaft bestens bekannt. Sie versucht, uns das verlorene oder gar unerreichbare Glück zu verkaufen. Es wird suggeriert, dass wir nur dieses oder jenes besitzen oder tun müssten – dann wären wir endlich glücklich. Doch das ist eine Illusion. Weder Geld noch Anerkennung, weder äußere Schönheit noch gesellschaftlicher Status können echtes Glück schenken.
Denn Glück kommt nicht von außen. Es ist nichts, was man kaufen, verdienen oder sich erkämpfen kann. Es kann nicht in Dingen gefunden werden, nicht in fremden Blicken oder Urteilen. Wahres Glück wächst aus uns selbst heraus, aus der Art, wie wir unser Leben betrachten, aus dem, was wir als sinnvoll (an)erkennen. Es entsteht, wenn wir uns selbst annehmen, wenn wir in Einklang mit unseren Werten leben und wenn wir aufhören, unser Glück in der Bestätigung anderer zu suchen.
Natürlich müssen wir das Spiel LEBEN spielen und uns seinen Regeln unterordnen. Doch gleichzeitig müssen wir die Fähigkeit entwickeln, vieles wenn nicht alles kritisch zu hinterfragen, zu analysieren, um unsere eigenen Maßstäbe zu setzen. Wir müssen uns selbst dabei gegenüber ehrlich und konsequent sein.
Wenn nicht jetzt, wann dann?
Selbst wenn wir scheitern, Fehler begehen oder andere verletzen, bleibt uns immer die Möglichkeit, wieder aufzustehen, ja uns aufzurichten. Wir können unser Leben neu beginnen – bewusster, ehrlicher, glücklicher, weiser und erfolgreicher. Solange wir leben, haben wir die Chance und das Recht, unser Leben nach unseren eigenen Vorstellungen zu gestalten und erfolgreich zu Ende zu führen.
Vielleicht fühlt es sich so an, als wäre alles verloren. Als gäbe es keinen Weg zurück, keine Möglichkeit, das Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen. Doch das stimmt nicht. Es gibt immer eine Zukunft, solange wir bereit sind, uns ihr zu stellen.
Ein Fehler, eine falsche Entscheidung – egal wie groß – bestimmt nicht für immer, wer wir sind. Ein Mensch ist mehr als die schlimmste Tat, die er je begangen hat. Was uns wirklich ausmacht, ist, was wir aus unseren Fehlern lernen und wie wir uns weiterentwickeln.
Es wird schwer sein. Vielleicht wird es Menschen geben, die nicht vergeben oder nicht vergessen können. Aber es gibt auch diejenigen, die uns so annehmen, wie wir sind – mit unserer Vergangenheit, unseren Schwächen und unserem Wunsch, etwas Neues aufzubauen.
Die Vergangenheit kann nicht ungeschehen gemacht werden. Doch sie kann ein Lehrer sein – nicht ein Gefängnis.
Wir dürfen nicht in der Reue stecken bleiben, sondern müssen den Mut haben, uns selbst zu vergeben. Denn erst, wenn wir uns selbst erlauben, neu zu beginnen, wird das Leben uns neue Möglichkeiten zeigen.
Also frage dich: Willst du dich von der Vergangenheit definieren lassen – oder willst du dein eigenes Leben neu schreiben?